
Bereits mehr als 1.000 Projekte: KI‑gestützte Einstufung mineralischer Abfälle in der Praxis bei Blasius Schuster
Daniel Imhäuser, Geschäftsführer von Blasius Schuster, über die Einführung des Mineral Waste Managers
Seit Anfang 2025 setzt die Blasius Schuster GmbH & Co. KG auf den KI-basierten Mineral Waste Manager. Inzwischen wurden bereits mehr als 1.000 Projekte im System angelegt. Der Mineral Waste Manager unterstützt das Team dabei, Anfragen zu mineralischen Abfällen strukturiert zu prüfen, Laborgutachten auszuwerten und geeignete Entsorgungs- und Verwertungswege zu identifizieren.
Kurzprofil Blasius Schuster
Behandeln, aufbereiten, transportieren: Blasius Schuster im mineralischen Stoffkreislauf
Blasius Schuster ist in mehreren Bereichen der mineralischen Rohstoffwirtschaft tätig: in der Behandlung und Entsorgung mineralischer Abfälle, in der Herstellung von Recyclingbaustoffen und im Transport. Damit deckt das Unternehmen zentrale Stationen der mineralischen Kreislaufwirtschaft ab.
Blasius Schuster ist zudem Initiator des Circle, in dem auch die Mineral Waste Manager GmbH Partner ist. Ziel des Netzwerks ist es, Akteure aus Bauwirtschaft, Entsorgung, Ingenieurwesen und Umweltrecht zusammenzubringen und die Kreislaufwirtschaft im Bausektor gemeinsam voranzutreiben.
Für Daniel Imhäuser gehört die Auseinandersetzung mit neuen Technologien zu einem modernen Management. Entscheidend ist für ihn, KI verantwortungsvoll einzusetzen: dort, wo sie Prozesse sinnvoll unterstützt, Transparenz schafft und Mitarbeitende entlastet.
„Für uns bedeutet moderner Unternehmergeist auch, neue Technologien verantwortungsvoll einzusetzen. KI soll unsere Fachkräfte nicht ersetzen, sondern sie genau dort unterstützen, wo repetitive und zeitaufwendige Aufgaben entstehen“, sagt Daniel Imhäuser.
Zeit für Entscheidungen statt für Routineaufgaben
Jeder in der Branche weiß: Für jede Anfrage müssen Stoffe, Analysewerte, rechtliche Vorgaben sowie mögliche Entsorgungs- und Verwertungswege geprüft werden. Dabei entsteht ein hoher manueller Aufwand, insbesondere bei umfangreichen Laborgutachten und den zu beachtenden Regelwerken.
Für Daniel Imhäuser ist dabei klar: Hochqualifizierte Mitarbeitende sollen ihre Zeit nicht mit manuellen Routinetätigkeiten oder dem Ausfüllen von Excel-Tabellen verbringen. Ihr Fachwissen wird an anderer Stelle dringender gebraucht.
„Der Mineral Waste Manager schafft hier Freiräume, indem er die Auswertung und Bearbeitung von Anfragen deutlich unterstützt. So können sich unsere Fachkräfte auf die Entscheidungen konzentrieren, für die Erfahrung und Branchenwissen wirklich entscheidend sind“, erklärt Daniel Imhäuser.
Der Mineral Waste Manager setzt genau hier an. Er unterstützt das Team von Blasius Schuster dabei, Informationen aus Gutachten strukturiert zu extrahieren, relevante Regelwerke und Fußnoten systematisch anzuwenden und passende Anlagen sowie mögliche Verwertungs- und Entsorgungswege zu berücksichtigen. So können Anfragen schneller, nachvollziehbarer und auf einer breiteren Informationsgrundlage bearbeitet werden. Gleichzeitig lassen sich wirtschaftlich sinnvolle Entsorgungswege für die jeweiligen Materialien identifizieren.
„Das Potenzial liegt für uns sowohl in der Zeit- als auch in der Kostenersparnis. Wenn relevante Fußnoten konsequent angewendet werden, können sich wirtschaftlichere Entsorgungswege ergeben. Gleichzeitig wird unser Team bei der Auswertung von Gutachten und der Bearbeitung von Anfragen spürbar entlastet“, sagt Daniel Imhäuser.
Nicht nur neue Software einführen, sondern das Team mitnehmen
Seit Anfang 2025 ist der Mineral Waste Manager fester Bestandteil des Arbeitsalltags bei Blasius Schuster. Mehr als 1.000 angelegte Projekte zeigen, wie intensiv das Tool inzwischen genutzt wird. Die Einführung einer neuen Technologie ist für Daniel Imhäuser jedoch nicht allein eine Frage der Software: Bestehende Prozesse müssen überdacht, Vorbehalte ernst genommen und Vertrauen durch offene Kommunikation geschaffen werden.
„Die Schulungen und die persönliche Unterstützung durch das Team des Mineral Waste Managers haben uns dabei geholfen, unsere Mitarbeitenden mitzunehmen. Man wird mit der Software nicht allein gelassen, sondern durch den gesamten Prozess begleitet“, beschreibt Daniel Imhäuser.
Auch bei der Einarbeitung neuer Mitarbeitender spielt der Mineral Waste Manager eine Rolle. Komplexes Fachwissen wird strukturierter zugänglich, während erfahrene Fachkräfte von Aufgaben entlastet werden, für die ihr Spezialwissen nicht zwingend erforderlich ist.
„Der Mineral Waste Manager hilft uns, Fachwissen effizienter einzusetzen und neue Kolleginnen und Kollegen schneller an die komplexe Materie heranzuführen. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel und den Generationenwechsel ist das für uns ein wichtiger Punkt“, sagt Daniel Imhäuser.
Was die Zusammenarbeit auszeichnet
Die Zusammenarbeit zwischen Blasius Schuster und der Mineral Waste Manager GmbH geht über den reinen Einsatz einer Software hinaus. Im Mittelpunkt stehen der enge Austausch, ein gemeinsames Verständnis von Kreislaufwirtschaft und der Anspruch, digitale Lösungen praxisnah weiterzuentwickeln.

„Der Mineral Waste Manager schafft die Transparenz und Entscheidungsgrundlage, die wir brauchen, um Kreislaufwirtschaft konkret umzusetzen. Er verbindet Wissen, macht komplexe Stoffströme besser beherrschbar und unterstützt damit genau die Zukunft, für die auch der Circle steht: vernetzt, digital und zirkulär.“

„Blasius Schuster zeigt, wie digitale Lösungen in der mineralischen Abfallwirtschaft in der Breite eingesetzt werden können. Der Mineral Waste Manager ist fest in den Arbeitsalltag integriert. Besonders wertvoll ist für uns der enge Austausch mit einem Unternehmen, das Kreislaufwirtschaft konsequent weiterdenkt.“
Nach mehr als 1.000 Projekten: der Mineral Waste Manager im täglichen Einsatz
Die Erfahrung von Blasius Schuster zeigt: Die Einführung von KI ist kein Wagnis, wenn man sie ernst nimmt. Wo der Mineral Waste Manager Laborgutachten auswertet und Regelwerke systematisch anwendet, gewinnen Fachkräfte Zeit für die Entscheidungen, für die ihre Erfahrung wirklich gebraucht wird. Und weil relevante Fußnoten konsequent angewendet werden, ergeben sich oft auch wirtschaftlichere Entsorgungswege.
Dass das gelingt, liegt daran, dass Blasius Schuster sein Team von Anfang an bei der Tool-Einführung mitgenommen hat. Mit mehr als 1.000 angelegten Projekten ist der Mineral Waste Manager längst mehr als ein neues Tool. Er ist zu einem festen Bestandteil der täglichen Arbeit geworden.

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